Christian Griesbeck

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Start Über mich Bildungsbiographie

Meine Bildungsbiographie

Geburt

Ich wurde am 8. September des Jahres 1966 kurz nach Mitternacht in Hanau am Main geboren. Es war 8 Minuten nach Mitternacht, wenn ich mich recht erinnere (was aus naheliegenden Gründen keine echte Erinnerung ist).

Kindergarten

Im Kindergarten war ich wohl schon ziemlich altklug, denn mein Spitzname war „der Professor, der in seine linke Westentasche blickt“, so kam ich dann ein Jahr früher in die Schule als üblich. Vielleicht wäre ich am besten schon zusammen mit meiner zwei Jahre älteren Schwester eingeschult worden, denn als ich in die Schule kam, konnte ich wohl bereits etwas lesen, schreiben und rechnen – allerdings war das dann wohl nicht ganz kompatibel mit der Art wie das andere Menschen machen.

Schule

Ein gewundener Pfad führte mich durch allerlei Schulformen der deutschen Schullandschaft (ein Grossteil dessen, was diese zu bieten hat, inklusive der Hauptschule). Einige seltsame Dinge passierten auf diesem Weg, so brannte z.B. eines Nachts unser Schulgebäude ab (ein Jahr nach dem Sommerhit „Hurra, Hurra, die Schule brennt“), und weil dadurch auch der Chemieunterricht gestrichen wurde, der mich interessierte, machte ich kurzerhand das VHS Zertifikat Chemie (zusammen mit drei Chemielaboranten, die aber, im Gegensatz zu mir, allesamt durch die Prüfung fielen). Ich machte schließlich 1988 mein Abitur an den Kaufmännischen Schulen II in Hanau, mit einer moderaten 1,4 (hätte ich etwas für die Schule getan, statt Software zu entwickeln, wäre die Note wohl besser ausgefallen). Dort war ich dann auch mit meiner eigenen Software (C.A.T. - Computer Aided Typesetting) Layouter einer Schülerzeitschrift.

Studium

Ich studierte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main Philosophie mit den Nebenfächern Soziologie und Musikwissenschaft. Anfangs hatte ich Psychologie statt Musikwissenschaft als Nebenfach – doch ich merkte bald, dass es mir dort doch etwas an persönlicher Betroffenheit mangelte. Auch in die Informatikausbildung hatte ich anfangs einen Blick geworfen, doch mein Urteil fiel damals negativ aus – zu schlechte Didaktik, zu viel Mathematik, die mich so nicht interessierte, und ich war ohnehin zu weit fortgeschritten – schade eigentlich.

Neben dem Studieren verbrachte ich viel Zeit damit, die Studenten auf Fachbereichsebene zu vertreten, was angesichts der strukturellen Machtlosigkeit von Studentenvertreten in der akademischen Selbstverwaltung eher eine meditative Erfahrung war. Vielleicht schreibe ich eines Tages mal ein Büchlein mit den Titel: „Zen in der Kunst, Studenten zu vertreten“ – getreu dem Herz-Sutra „Form ist Leere, Leere ist Form“. Und womit dann fast keiner mehr gerechnet hatte, denn schließlich stamme ich aus einer bildungsfernen Schicht, eines Tages nahm ich dann doch meinen Abschluss in Angriff. Das ging dann alles erschreckend schnell, meinen M.A. machte ich dort 2007 - Thema meiner Magisterarbeit war "Deliberative Demokratie und das Internet".