Christian Griesbeck

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Start Über mich Arbeitsbiographie

Meine Arbeitsbiographie

Im Laufe meines bisherigen Lebens habe ich Software in fast allen Bereichen entwickelt, ein Teil davon ist hier ausführlich in der Rubrik Software beschrieben.

Anfänge

Ab 1979 begann ich damit, Software zu entwickeln - nicht auf einem Computer, sondern auf dem Einzigen was damals für uns bereits bezahlbar war - einem programmierbaren Taschenrechner. Ab 1981 dann auf dem 8-Bit Atari 800 System (6502). Es entstanden diverse Programme (Editoren und Spiele) in vielen Programmiersprachen. Mit dem Spiel „Show Down“ starteten 1983 die erste kommerzielle Versuche, dessen Intro Trailer für die „ZDF Computercorner“ wurde.

CCD

Ab 1984 arbeitete ich freiberuflich für die Firma CCD in Wiesbaden. Es entstand „Die Zeitmaschine“ (Educational Software) und „Ski-Weltcup“ (Sportsimulationsspiel) für Ariolasoft auf dem Atari 400/800 und via Crossplattformportierung auf dem Commodore C-64. Im Jahr 1985 dann „PICASO“ (Malprogramm) für Otto Maier Verlag Ravensburg, „Orange Point Kalkulation“ (Tabellenkalkulation) und „GOS“ (Windowingsystem) für „Orange Point Textverarbeitung“ und „Orange Point Datenbank“ für SM Software AG.

DMC GmbH

Für die DMC GmbH in Walluf entwickelte ich ab 1985 auf der Atari ST-Reihe mein sicherlich bekanntestes Produkt - das DTP Programm „DMC-Calamus“. Das begann mit der Planung und Programmierung der ersten Vorstudie: „C.A.T.“ („Computer Aided Typesetting“ basierend auf markiertem Text). Aus den Ergebnissen heraus begann die Neuplanung des Projekts - „Calamus“ wurde geboren (Ziel: echtes WYSIWYG, direktes Layout am Bildschirm, identische Vektorfonts für Bildschirm und Druck etc.). Meine Aufgaben waren dabei: das User-Interface Design (u.a. mit der Erfindung von Foldertabs, Tooltips) und die technische Projektleitung - insbesondere der Entwicklung aller notwendigen Techniken, Algorithmen und Datenformate, sowie der Programmierung von Systemroutinen, für die ich keine geeigneten Programmierer finden konnte. Und zusätzlich die Programmierung eines Fonteditors und Gestaltung von ersten Zeichensätzen für das System.

Im Jahr 1988 war es mit dem Roll-out von „DMC-Calamus“ und „Fonteditor“ auf dem Atari ST endlich so weit. Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Lizenzierung von Satzbelichterschriften von Compugraphic, Linotype und URW – denn das produzierte wichtige Einnahmen von Kunden, die unser Produkt bereits gekauft hatten und professionell einsetzten. „Outline-Art“, ein Vektorgraphikprogramm zur Schriftzuggestaltung für Calamus, folgte dann 1989. Einige Jahre war das vielfach preisgekrönte „Calamus“ Marktführer im DTP Bereich in Deutschland, verkaufte mehr Kopien als die DTP Systeme auf den Mac und machte mehr Umsatz mit Schriften als der Satzbelichterhersteller Linotype.

Das Redesign von Calamus begann 1991. Das Programm wurde neu gestaltet, modularisiert und farbfähig gemacht, und es bekam den Namen „Calamus SL“. Auch das zugehörige Vektorgraphikprogramm wurde erneuert und 1992 unter dem Namen „Outline-Art 3“ veröffentlicht. Calamus wurde gleichzeitig von einem externen Team nach Windows NT portiert. Die kanadische Firma MGI kaufte schließlich 1996 die Rechte an Calamus und übernahm die Weiterentwicklung. Später kaufte die deutsche Firma Inverse Design die Rechte und entwickelte die Software bis heute weiter.

Private Projekte und Beratungstätigkeit

Ich wendete mich dem Mac und dem Newton zu und entwickelte darauf verschiedene Programme. Das einzige aus dieser Zeit veröffentlichte Programm ist „PocketBackgammon“. In der heißen Phase des Internets wurde ich beratend tätig und erarbeitete ein Internetkonzept für eine Medizinseite.

CBC GmbH

Das Systemhaus CBC beschäftigte mich ab 1999 in seiner Frankfurter Niederlassung. Meine Aufgaben dort war das Debugging und die Pflege von „HunterNT“, einer Datenbanksoftware für Personalberatungen, die Fertigstellung eines Buchhaltungsmoduls für „HunterNT“ und die Betreuung der Euroumstellung des hausinternen ERP-Systems. Nach Weggang des vorherigen Abteilungsleiters übernahm ich die technische Leitung der Abteilung SDV-IT bis zu deren Auflösung im Zuge der Restrukturierung von CBC.

Choreographica

Mein aktuelles Projekt ist seit 2007 die Software „Choreographica“, ein System für die computergestützte Aufzeichnung von Bewegung in Form von Tanzschrift, deren Simulation aus dieser Schrift heraus, der Unterstützung des choreographischen Prozesses sowie dessen Dokumentation. Das Projekt gewann 2009 bereits einen Preis im Gründerwettbewerb Multimedia.