Christian Griesbeck

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Start Tanz Tanzlexikon A-Z

Ein Glossar zum Tanz von A bis Z

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Term Definition
Ausdruckstanz

Ausdruckstanz oder Freier Tanz ist eine Tanzrichtung, die seit Anfang des 20sten Jahrhunderts Verbreitung fand. Als Gegenbewegung zu den Regeln eines kodifizierten klassischen Balletts wird versucht, zu einem natürlichen individuellen Ausdruck zurückzufinden. Wichtige Namen in dem Bereich sind Rudolf Laban, Mary Wigman, Valeska Gert, Harald Kreuzberg und viele andere.

Ballett

Ballett oder auch klassischer Tanz ist der künstlerische Bühnentanz. Ballett wird verwendet als eine Bezeichnung für eine Bühnentanzvorstellung, ein Bühnenwerk, Musikstücke, die als Begleitung für Bühnentanz geschrieben wurden oder für eine Kunstform/Sparte am Theater. Es ist auch ein spezifisches Körpertechnik- und Trainingssystem – das Klassische Ballet.

Barocktanz

Unter Barocktanz versteht man meist nicht die ganze Tanzbandbreite des Barocks, sondern eingeschränkt den französischen Tanzstil am Ende des 17ten / Anfang des 18ten Jahrhunderts. Dank der Beauchamp-Feuillet Notation und einer Reihe von Tanztraktaten lässt sich dieser recht gut rekonstruieren.

Bühnentanz

Als Bühnentanz bezeichnet man alle aufführenden Schautanzformen im Gegensatz zum Gesellschaftstanz, der als Aktivität der geselligen Unterhaltung dient und dem Tanzsport, der eine Wettbewerbsdisziplin ist.

Choreographie

Ursprünglich die Bezeichnung für die Kunst, Tänze in einer Tanznotation auf Papier niederschreiben zu können. Heute die Bezeichnung für die Erfindung und Einstudierung der Bewegungssequenzen eines Tanzstücks.

Historischer Tanz

Unter Historischem Tanz versteht man alle nicht mehr im zeitgenössischen Gebrauch befindlichen Tänze. Aus alten Aufzeichnungen, Tanzschriften und Traktaten versucht man, Historischen Tanz zu rekonstruieren, um veranschaulichen zu können, wie man früher getanzt hat.

Playford

Der englische Musikverleger John Playford ist in Tänzerkreisen mit dem Buch „The English Dancing Master“ von 1651 und den Folgeauflagen des Werks bis 1728 bekannt geworden, in denen insgesamt Tausende von Country Dances und deren Musik beschrieben sind. Deshalb spricht man auch gerne von Playfordtänzen, obwohl er nicht der Choreograph, sondern nur der Sammler ist.

SCD

Scottish Country Dancing (kurz „SCD“) ist eine Gesellschaftstanzform, bei der Gruppen von meist drei oder vier Paaren, die in der Regel in einer Gasse aufgestellt sind, gemeinsam eine Reihe von Raumfiguren tanzen. Dabei sorgt in der Regel eine Progressionsfigur dafür, dass das erste (hauptsächlich tanzende) Paar nach Ende der Sequenz auf einem neuen Platz in der Aufstellung ankommt. Im Zuge mehrerer Durchläufe hat so jedes Paar die Gelegenheit, den ersten Platz einzunehmen und als aktives Paar zu tanzen. Neben wenigen Grundschritten für die Bewegung im Raum und Aktionen am Platz muss man für SDC eine Reihe Raumfiguren lernen, die zusammengesetzt den einzelnen Tanz ausmachen. Die Tanzform wurde ab 1923 von der (Royal) Scottish Country Dance Society (RSCDS) als moderne Wiederbelebung der Country Dances des 17., 18. und 19. Jahrhunderts radikal kodifiziert. Es werden meist zu schottischer Musik Reels, Jigs und Strathspeys getanzt. Heute gibt es mehr als 10.000 neue Tänze, neben nur einer Handvoll erhaltener alter Tänze.

Aliases (separate with |): Scottish Country Dancing
Tanzschrift

Eine Tanzschrift ist ein Zeichensystem zur Aufzeichnung menschlicher Bewegung, der Schrittsequenz eines Tanzes oder der Raumstrukturfolge eines Tanzstücks.

Zwiefache

Zwiefache sind taktwechselnde Paarrundtänze, die quer durch das deutsche Sprachgebiet verbreitet sind. Ihr Kerngebiet ist in Niederbayern und der Oberpfalz. Charakteristisch ist der stetige Wechsel zwischen ungeradem und geradem Takt, der sowohl für den Musiker, als auch für den Tänzer eine Herausforderung ist. Getanzt wird ein Walzer-Rundtanz-Schritt auf die ungeraden Takte (3/4) und Zweischrittdreher auf die geraden Takte (2/4), wobei die Viertel in den geraden Takten doppelt so lang sind wie die in den ungeraden Takten.

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