Christian Griesbeck

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Anleitungen und Tipps zum selber machen von historischer Kleidung

Leider ist gute historisch aufgebaute Kleidung recht teuer, da hilft nur eins – selber machen. Ich finde das Nähen recht einfach, andere haben möglicherweise dafür zwei linke Hände (oder zwei rechte bei Linkshändern). Um herauszufinden wie das bei einem selber ist, hilft nur ausprobieren. Zugegebenermaßen ist selber nähen sehr zeitaufwendig, insbesondere am Anfang, wenn man noch Erfahrungen sammeln muss. Etwas logisches und räumliches Denken ist dabei hilfreich, Geduld ist aber unabdingbar.

Bei selber Anfertigen von historisch aufgebauter Kleidung gilt:

  • Wenn man unsicher ist, am besten erst einmal einen Prototypen machen. Bei manchen Teilen, die sehr körpernah geschnitten sind, ist das sogar unumgänglich – denn so viel Erfahrung, um sofort richtig zu liegen, hat heute kaum jemand.
  • Keine Angst vor Fehlern, die machen alle irgendwann einmal. Fehler korrigieren und Teile zusammenstückeln ist durchaus historisch. Früher war Stoff zum Teil so teuer, dass man z.B. auch ohne Rücksicht darauf, ob die Teile vom Muster optisch zusammenpassen, gestückelt hat.
  • Hilfe suchen – nein nicht bei mir, ich habe dazu keine Zeit. Freunde, Bekannte, Verwandte – es findet sich schon jemand. Aber selbst Leute, die das Schneidern beruflich gelernt haben, können Probleme bekommen. Manchmal gerade die, weil sie gelernt haben, die Dinge auf eine moderne Weise zu lösen und keine Anleitungen lesen (denn sie wissen ja schon alles...).
  • Genug Material, genug Nahtzugabe – kleiner machen geht meistens, größer machen leider nicht, wenn kein Material dazu mehr vorhanden ist.

Auf alle Fälle – jeder Anfang ist leicht, denn bei historischer Kleidung geht es mit der Unterwäsche los. Und das beginnt recht einfach mit dem Hemd.