Christian Griesbeck

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Tag: Auftritt

Christian
Barocktanzworkshop und Aufführung in der Musikhochschule 2013
12.04.2013 14:00:00

Der alljährlichen Barocktanzworkshop in der Frankfurter Musikhochschule mit Niels Badenhop als Dozenten ist bereits eine Tradition. Er richtet sich primär an Musiker, die ihre barocke Musikpraxis mit den dazugehörigen Tanzbewegungen verbinden wollen, um so die Musik einmal anders zu spüren. Hat man die Grundlagen des Barocktanzes gelernt, fühlt sich die Musik plötzlich völlig neu an und man merkt, dass die ganze barocke Musik von Tanz durchdrungen ist. Der Workshop beginnt für alle am Freitagmittag mit etwas Theorie zum Barocktanz, Aufwärmübungen und den ersten Tanzschritten. Am Montagabend endet er dann für alle, die möchten, mit einer öffentlichen Schlussaufführung, dem „Abschlussball“. In diesem Jahr hat Niels als Musik von Johann Caspar Ferdinand Fischer die erste Suite aus „Le Journal du Printemps“ ausgewählt und mit eigenen Choreographien versehen. Auch wenn wir technisch schon fast alles kennen, etwas neues findet sich in jedem Workshop. Diesmal hat er für uns auf ein Stück der Suite – Air de Combattans – einen Charaktertanz für ein streitendes Solopaar choreographiert und wir lernen ihn im Anschluss an die regulären Blöcke quasi im Privatunterricht. Da die Zeit und unsere Aufnahmefähigkeit beschränkt ist, beschließen wir am zweiten Abend nach dem Workshop den Tanz aufzuschreiben, um ihn so noch einmal anders durchzuarbeiten. Das ist mein erster Tanz, den ich in Beauchamp–Feuillet Notation aufzeichne – was erstaunlich gut geht – vier Seiten mit 43 Takten sind in rund anderthalb Stunden notiert. Bis zu einer ästhetisch ansprechenden und korrekten Notation braucht es natürlich mehrere Schritte. Aber selber einen komplexeren Tanz zu notieren ist eine gute Übung, um auch all die Fehler zu verstehen, die in Notaten auftauchen können. Nach den drei Tagen Workshop zeigen dann die Teilnehmer in der Abschlussaufführung, was sie gelernt haben. Unterstützt werden sie dabei von den Musikern der HIP-Abteilung. Tanzen mit Livemusik ist natürlich immer etwas besonderes, sowohl für die Tänzer als auch für die Musiker. Niels gestaltet die Aufführungen jedes Mal etwas anders – diesmal steht der Ablauf eines Barocktanzworkshops im Mittelpunkt. Dabei tanzt er auch zwei Solotänze, so dass das Publikum auch einen Eindruck davon bekommt, wie Barocktanz mit vielen Jahren Praxis aussehen kann.



Tags: Workshop | Auftritt | Tanz | Barock

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Christian
Auftritt beim Jugendkonzert „Tanz durch die Jahrhunderte“ in Darmstadt
01.09.2012 16:00:00

Die Akademie für Tonkunst Darmstadt und der Historische Tanzkreis Bensheim haben ja in der Vergangenheit zusammen schon ein paar Veranstaltungen bestritten, nun steht, wie vor zwei Jahren beim Jubiläumsauftritt des HTK Bensheim, ein „Tanz durch die Jahrhunderte“ auf dem Programm. Eigentlich handelt es sich um ein Jugendkonzert am Nachmittag, doch das Publikum ist altersmäßig stark durchmischt, mit einer Tendenz zu „Jung ist, wer sich jung fühlt“ – aber das Thema zieht halt auch nicht die Massen an Jugendlichen an. Das Publikum bekommt jedenfalls viel geboten: im ersten Teil spielt „Larus Ridibundus“ – die Musikgruppe des HTK Bensheim und im zweiten Teil spielt das „Salonorchester“ der Akademie. Das Tanzen mit Livemusik ist ja immer eine besondere Sache, die viel zu selten stattfindet. Zunächst stehen zwei Tänze aus der Höfischen Renaissance auf dem Programm, dann ist die Kindergruppe mit drei Bauern- und Volkstänzen dran. Bei der traditionellen Musik geht das Publikum natürlich voll mit – die Kindergruppe ist schon süß und hat sichtlich viel Freude. Nach einem letzten Instrumentalstück von „Larus Ridibundus“ und einer kleinen Umbaupause sind wir dran. Wir dürfen die Barockzeit mit einem kleinen Solopaartanz „La Bourée d’Achille“ repräsentieren. Der Leiter des Salonorchesters hat dafür extra die passenden Noten aufgetrieben und mit einem kleinen Orchester klingt das natürlich besonders gut. Es ist der erste Barocktanz, den Carola und ich selbst rekonstruiert und eingeübt haben und nun mit Armen versehen öffentlich aufführen – eine Premiere also. Und noch eine Premiere ist Carolas neues Jäckchenkostüm, das sie fast alleine genäht hat und heute zum ersten mal tragen darf. Aber schon geht es weiter mit der Zeit des Biedermeier, mit sechs Tänze der Hauptteil des Nachmittags. Ein Teil der Tänzerinnen hat bereits am Anfang bei der Renaissance mitgewirkt und sich zwischendurch in aller Eile für Biedermeier umgekleidet. Der letzte Tanz des kurzweiligen Nachmittags ist auch eine Premiere, ihn hat die Tanzleiterin des HTK Bensheim zur Musik „An der schönen blauen Donau“ noch am Donnerstag choreographiert und mit der Gruppe einstudiert.



Tags: Auftritt | Renaissance | Barock | Biedermeier

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Christian
Barocktanzworkshop und Abschlussball in der Musikhochschule 2012
27.04.2012 14:30:00

Wie jedes Jahr gibt es auch diesmal vom 27.4.2012 bis 29.4.2012 wieder einen Barocktanzworkshop mit Niels Badenhop in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Da sich der Kurs vornehmlich an Anfänger richtet, kann ich natürlich hier nicht mehr viel lernen, aber es ist für mich ja fast schon eine Tradition, ihn zu besuchen. Es ist diesmal recht voll, weil die Vorlesungszeit schon im vollen Gange ist, und der Kurs muss deshalb in zwei Gruppen geteilt werden. Was mir diesmal auffällt – Niels ist im Laufe der Jahre didaktisch immer besser geworden. Vor vier Jahren, als ich zum ersten mal diesen Workshop besucht habe, waren die Tänze komplexer, nun legt er mehr Wert darauf, dass jeder mitkommt und erzählt auch einiges vom Hintergrund des Barocktanzes – diesmal gibt es sogar ein umfangreiches Handout dazu. An Musik hat Niels die Oper Montezuma von Carl Heinrich Graun ausgegraben. Beim traditionellen „Abschlussball“ am 30.4.2012, bei dem das Gelernte mit Livemusik vor Publikum gezeigt wird, war durch die Größe der Gruppe nicht so viel an verschiedenen Tänze zu sehen, dafür mehrmals die gleichen, aber die Zuschauer und die Tänzer hatten trotzdem ihren Spaß.



Tags: Tanz | Workshop | Auftritt | Barock

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Christian
Abschlussball des Barocktanz Workshops mit Niels Badenhop 2011
18.04.2011 19:30:00

Der öffentliche „Abschlussball“ steht am Ende jedes Barocktanzworkshops in der Musikhochschule – hier wird vor einem zahlenden Publikum (diesmal ca. 40) präsentiert, was die Studenten in den letzten Tagen im Schweiße ihres Angesichts gelernt haben. Und in der Tat im Schweiße ihres Angesichts – denn dieser Workshop war für die meisten mit rund 18 Stunden Tanztraining an einem Wochenende sicher eine sehr intensive Erfahrung. Als Musiker benutzen sie sonst ihre Arme, ihren Oberkörper, die Beine treten höchstens Pedale. Nun waren die Beine der Hauptdarsteller und die vier gelernten Tänze recht anspruchsvoll – für die Beine und für den Kopf. Wobei alle Tänze vom Kursleiter Niels Badenhop durchgehend angesagt und mitgetanzt wurden, so dass jeder gut aufgehoben war. Wer mochte, konnte sogar noch die Arme benutzen, was aber manchmal angesichts des Tempos auch für mich eine Herausforderung war.

Jeder dieser „Abschlussbälle“ war bislang anders – diesmal mimte Niels den Tanzmeister, der mit seinen Zöglingen für die Ballettoper „L’Europe Galante“ von André Campra übte. Die HIP (Historische Interpretationspraxis) Abteilung der Musikhochschule hatte sich unter Michael Schneider diesmal für den Abend sehr ins Zeug gelegt und mit acht Musikern eine recht große Besetzung auf historischen Instrumenten zur Verfügung gestellt. Der Abend begann mit Ballettübungen zur Chaconne, bei denen dem Publikum auch die barocke Armtechnik präsentiert wurde. Vor jedem Tanz führte Niels in die jeweiligen Schritte ein, als Wiederholung für die Tänzer und als Präsentation für das Publikum. Zum Menuett gab es den Contredance „Le Menuett de la Reine“. Niels tanzte danach ein Solo zum Air I (Courante) und drei Gruppen mit je zwei Paaren tanzten zum Air II eine von ihm choreographierte Gavotte. Die größte rhythmische Herausforderung des Abends war sicherlich die Sarabande, zu der ein Teil der „Sarabande pour une femme“ (Feuillet 1704) modifiziert für Solopaare getanzt wurde. Es folgte ein weiteres Solo von Niels zum Passepied und eine weitere Gruppe, die mit dem noch atemlosen Niels nochmals die Sarabande tanzte. Zum Abschluss des Abends tanzten alle zum Rigaudon einen Teil aus „La Savoye“ (Feuillet 1709) – das Stück, mit dem unser diesjähriger Workshop begann.

Wie jedes Jahr endete der Abend beim Italiener gegenüber und wie jedes Jahr ist es schade, dass nun der Workshop endgültig vorbei ist. Was wäre alles möglich, wenn es in der Musikhochschule regelmäßigen Unterricht in historischem Tanz gäbe? Einige Operninszenierungen setzen ja hin und wieder auf historische Aufführungspraxis, wie zuletzt in Mannheim mit „Radamisto“. Auf alle Fälle hatte das, was an diesem Abend gezeigt wurde, mehr mit Barocktanz zu tun als was manche Seniorentanzgruppe dafür ausgibt.



Tags: Tanz | Auftritt | Barock

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Christian
Jubiläumsball 10 Jahre Danse Royale
09.04.2011 18:00:00

Nach dem für uns ausgefallenen Event im Februar geht nun die Saison endlich los. Das „Ensemble Danse Royale“ feiert mit einem Ball „Tanz durch die Jahrhunderte“ sein 10jähriges Bestehen. Eigentlich hat das Ensemble seinen Sitz in Ketsch, aber das „Palais Hirsch“ in Schwetzingen ist ein deutlich repräsentativerer Ort – auch wenn es innen leider modern eingerichtet ist. Das eigentliche Highlight des Tages ist für uns allerdings der Besuch des Schlossparks in Schwetzingen vor dem Ball – wir haben uns schon früher umgezogen und besuchen den Park im Kostüm zusammen mit Ulla als kundige Fremdenführerin. Einen so gigantischen Barockpark hatten wir allerdings nicht erwartet – er ist wirklich sehenswert und man darf gespannt sein, ob der Aufnahmeantrag in das Weltkulturerbe erfolgreich sein wird.

Das Palais Hirsch ist liebevoll mit lebensgroßen Puppen in historischer Kleidung geschmückt. Der Ball beginnt dann um 18 Uhr mit einem Sekt und einer Pavane für alle. Schon bei der Ansage der Schritte wird deutlich, dass die vorrangegangene Erkrankung an den Kräften der Gruppenleiterin Johanna gezehrt hat. Nach einem Blumensträußchen zum Jubiläum geht der Ball leider ohne sie weiter. Eigentlich hatten wir an den fünf Stunden des Abends viele Mitmachtänze und viele Vorführtänze erwartet. Aber sowohl die angeleiteten Tänze halten sich in Grenzen, wie auch die vorgeführten Tänze, genau so wie die Lautstärke der Musikanlage. Immerhin beim letzten Tanz wird dann der Schalter gefunden, der für volle Lautstärke sorgt. An Mitmachtänzen hätte man deutlich mehr machen können – es gibt wirklich genug einfache englische Tänze, die man kundigen Mittänzern in ein paar Minuten beibringen kann. Bei den vorgeführten Tänze hatte die gastgebende Gruppe durch die Erkrankung der Gruppenleiterin nur einen „Playford“, einen Contredance und den abschließenden Ländler zu bieten.

Hätte uns rechtzeitig ein Hilferuf ereilt, hätten wir mehr Tänze mit dabei gehabt. Eigentlich hatten wir ja viele andere Gruppen aus der Umgebung erwartet – es gibt da einige. Aber neben 8 Leuten aus dem HTK-Bensheim hatte nur eine weitere Gruppe mit einem Programmbeitrag den Weg nach Schwetzingen gefunden. Und das war eine Gruppe der besonderen – um nicht zu sagen anderen – Art (inklusive der unvermeidlichen wasserstoffblonden Polyesterperücken). Sichtlich gelangweilt verfolgten sie den Abend – denn eigentlich hatten sie etwas anderes erwartet – was genau anderes sie unter einem Ball einer historischen Tanzgruppe erwartet hatten, erschloss sich uns allerdings nicht. Dann führte uns die Leiterin dieser seltsamen Gruppe ernsthaft in die „Fächersprache“ ein! Wie wir wissen, ist die „Fächersprache“ ein Werbegag einer Fächerfirma aus dem 19ten Jahrhundert – leider wusste das die Dame auch nach einem Jahrzehnt Leitung einer „historischen Gruppe“ offensichtlich nicht – und ich verkniff mir, sie vor ihren Leuten aufzuklären. Die Gruppe führte drei Tänze vor. Eine Bourrée – die angekündigten Schwäne waren allerdings eher Enten. Hätte die Gruppe halbwegs Historische Kostüme, würde sie schnell merken, dass derartiges albernes Armgeschaufel im Barock technisch nicht möglich war. Ein „Menuet à quatre“ und „La Bacante“ – etwas mehr Schritttechnik hätte auch hier nicht geschadet.

Unser kurzer Auftritt mit den HTK Bensheim war durchwachsen. Der erste Tanz – Gallinis „La Graziosetta“ verlief prima. Auch Mozarts „Figaro“, mit einer Choreographie aus Ingos Rokoko-Zuckerbäckerwerkstatt, machte keine Probleme. Damit wäre unser Programm eigentlich beendet gewesen – aber da es an dem Abend ohnehin zuwenig Beiträge gab, sollten wir noch einen dritten Tanz vorführen – dummerweise haben wir den nicht noch einmal geprobt und es kam wie es kommen musste. Der „Mozart-Contre“, wieder mit einer modernen Choreographie von Ingo, lief schief. Mal abgesehen davon, dass in dem Tanz nur ohne Barockschritte durch die Gegend gelaufen wird. Ich frage mich immer wieder, wozu das eigentlich getanzt wird – es gibt genug erhaltene Originalchoreographien, halt keine zu Mozart. Neben verbaselten Hecken, vergessenen Progressionen, stürzte zu allem Überfluss auch noch eine Mittänzerin auf dem glatten Boden – nun was auch immer passierte – wir tanzten bis die Musik zuende war. Auch hier gab es sogar Applaus.

Für den abschließenden Empire-Teil hatten sich einige extra umgezogen. Viel Programm gab es allerdings nicht mehr, noch was zum Mitmachen und ein Ländler, den das Ensemble Danse Royale zunächst aufführte und der dann für alle erklärt wurde. Das Beste an dem Abend waren sicherlich die beiden leckeren Büffets – hier hatte sich die Gruppe wirklich ins Zeug geschmissen, und natürlich der schon oben erwähnte Schwetzinger Schlosspark. Vielleicht sollte ich eine Notfall CD mit Mitmachtänzen anlegen und sicher hätten wir ein Solostück mitbringen können. Schön wäre es natürlich, bei Bällen vorher den Tanzablauf zu kennen – hier könnte man von den Bällen der Schottentänzer lernen. Als erster Ball für uns in diesem Jahr war es o.k., aber noch ausbaufähig. Mit Rücksicht auf die erkrankte Gruppenleiterin war es sicher schon eine organisatorische Leistung, den Ball überhaupt ohne sie stattfinden zu lassen.



Tags: Tanz | Ball | Auftritt | Renaissance | Barock | Empire

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Christian
20 Jahre Historischer Tanzkreis Bensheim
25.09.2010 19:00:00

Unter dem Motto "Musikalische und tänzerische Darbietungen von Renaissance bis Biedermeier" feierte der Historischer Tanzkreis Bensheim am 25.09.2010 mit einer großen Aufführung sein 20jähriges Bestehen. Und einige sind tatsächlich schon so lange beim Historischen Tanzen dort dabei.

Der erste Teil mit höfischen Tänzen der Renaissance, bei der ich mitgetanzt habe, wurde von der neuen Tanzkreis eigenen Renaissancemusikgruppe "Alta Mendozza" begleitet. Im zweiten Teil tanzte überwiegend die Kinder- und Jugendgruppe in den Bauernkostümen Renaissance- und Volkstänze, begleitet von der ebenfalls Tanzkreis eigenen Musikgruppe "Larus Ridibundus". Nach einer großen Pause, die alle Aktiven fürs Umziehen brauchten, folgte Teil Drei des Abends. Nun mit Tänzen aus Barock und Rokoko, bei denen ich wiederum mittanzte, diesmal allerdings mit Musik von der CD. Im letzten Teil gab es eine weitere Premiere: das eigens zusammengestellte Salonorchester der Musikakademie Darmstadt begleitete die Tänze des Biedermeier. Der schöne Abend klang mit einem Sektempfang und kaltem Büffet aus.



Tags: Tanz | Auftritt | Renaissance | Playford | Barock | Rokoko | Biedermeier

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Christian
Costumed Performance Day und End-of-course party Cardiff 2010
30.08.2010 09:00:00

Zum Abschluss des Barocktanz Sommerkurses in Cardiff steht ein Auftritt in einem echten englischen Herrenhaus (dem „Tredegar House“) aus dem 17ten Jahrhundert auf dem Programm. Nach dem wir Lola unterwegs aufgepickt haben, geht es zum Schauplatz des Geschehens. Zunächst ist ab 9 Uhr erst einmal für alle Umziehen angesagt, natürlich mit gegenseitiger Bewunderung der Kostüme. Ab 10 Uhr soll zusammen mit den Musikern eine Probe stattfinden, fertig mit der Probe sind wir natürlich erst kurz vor dem Auftritt. Um fünf nach elf soll die erste Gruppe von Touristen eintreffen, die bei ihrer geführten Tour durchs Haus „zufällig“ auf eine Tanzveranstaltung stoßen. Es ist wirklich zufällig, weil die Aufführung nicht im offiziellen Programm des Tredegar House angekündigt wird, aber es gibt immerhin einen Aushang. Wer von den Touristen möchte, kann sogar zusammen mit Diana im Hof ein paar Country Dances tanzen.

Aber zurück zur Aufführung - wir sind gleich in der ersten Gruppe mit dabei. Gespannt warten wir auf die Zuschauer, aber wo bleiben sie denn? Etwas später als erwartet kommen sie plötzlich – die Tour hat heute mal einen anderen Weg genommen. Wir beginnen mit dem Country Dance „Prince Frederick’s Hornpipe“ und bei der ersten Hecke vertanze ich mich prompt. Der unerwartete „Gegenverkehr“ hat mit so irritiert, dass ich vergesse für die zweite Hecke zurück auf meine Seite zu tanzen. Wir reparieren das nach der Hecke und der Rest des Tanzes läuft gut. Danach ist das Consort de Danse Baroque mit „The New Prince of Wales“ sowie dem „Rondeau Minuet“ und der „Hornpipe“ aus „Fairy Queen“ dran. Und zu guter Letzt wieder unsere Gruppe A mit der „Chaconne from Fairy Queen“. Das war es erst mal für uns und wir können uns zum Lunch aufmachen, während die Gruppe B dann um 12 Uhr ihren Auftritt zusammen mit dem Consort hat. Wir nutzen die Zeit auch, um etwas das Haus zu erkunden und ein paar Fotos zu machen. Die Aufführung um 13 Uhr, bei der nur das Consort mit einem größeren Programm tanzt, schauen wir uns dann an. Leider ist das dem Tour Guide wohl zu viel Tanz auf einmal und er führt seine Touristen schon nach der guten Hälfte des Programms weiter. Um 14 Uhr sind wir dann wieder mit dabei, diesmal läuft alles glatt. Im Anschluss spazieren wir durch den Garten, und wir wollen uns bei einer Führung um 15 Uhr das Haus zeigen lassen, so sehen wir dann auch die Gruppe B tanzen. Wir machen aber nicht die ganze Führung mit, weil Philippa nach der letzen Aufführung des Consorts um 16 Uhr alle zusammen haben will für einen abschließenden gemeinsamen Country Dance. Zurück geht es nach mehr als sieben Stunden im Kostüm in die Umkleide, wo wir uns wieder in die Jetztzeit zurückversetzen.

Am Abend sind wir dann noch einmal zurück im Rubicon, denn dort gibt es eine kleine Abschlussparty mit Country Dances, die von Diana und Philippa angeleitet werden. Der eigentliche Höhepunkt des Abends ist aber das riesige Büffet, das Phil den ganzen Tag lang vorbereitet hat. Eine der Teilnehmerinnen hat ein Lied auf die Melodie von „Favorit Things“ gedichtet, in dem sie die Ereignisse des Sommerkurses Revue passieren lässt und das sie uns vorträgt. Weiter geht es nun gesättigt mit dem zweiten Teil der Country Dance Party, bis schließlich die große Verabschiedung angesagt ist. Das war für uns der Sommerkurs 2010.



Tags: Tanz | Barock | Auftritt | Ball

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Christian
Abschlussball des Barocktanz Workshops mit Niels Badenhop in der Musikhochschule 2010
12.04.2010 19:30:00

Nach drei Tagen Barocktanz Workshop ist es am 12.04.2010 wieder so weit. Es wurden wieder ein paar Musiker gefunden, die spielen, und die Leute aus dem Workshop tanzen. Der Saal ist wieder voll, Barocktanz ist ja selten zu sehen. Wenn wir jetzt auch noch alle besser tanzen würden, es Originalchoreographien wären und wir auch noch die passenden Kostüme an hätten statt „Dresscode: Schwarz/Weiss“, wäre das ein Traum. Aber so wird nicht mehr vorgespielt, als es ist – es wird der Öffentlichkeit präsentiert, was wir in den letzten drei Tagen in einem Workshop gelernt haben. Und dazu erfahren die Zuschauer auch noch einiges über den Barocktanz und die Zeit.



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Christian
Auftritt beim Ball der Tanzschule Stroh in Darmstadt
13.03.2010 19:00:00

Mein erster Auftritt in diesem Jahr ist am 13.03.2010 mit dem HTK Bensheim auf dem Ball der Tanzschule Stroh in Darmstadt. Wir tanzen Tänze aus dem Rokoko und sind Teil des tollen Unterhaltungsprogramms, das die Tanzschule auf die Beine gestellt hat. Gut, vielleicht war die Vorstellung unserer Kostüme mal wieder zu lang, aber wir haben gut getanzt, schade wir hätten noch einen weiteren Tanz in Petto gehabt – den schönsten des Abends.

Im Anschluss dürfen wir auf dem Ball bleiben und ich habe mal wieder Gelegenheit, meinen Smoking zu tragen. Ich bin damit zwar etwas overdressed, aber nein – die anderen Herren sind einfach underdressed – auf einem Ball sollte man schon einen Smoking tragen. Verdammt, ich habe schon wieder so viel von den Figuren im Gesellschaftstanz vergessen, auch das sollte man regelmäßig üben.



Tags: Tanz | Auftritt | Rokoko | Ball | Gesellschaftstanz

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Christian
Abschlussfest der Frankfurter Interkulturellen Wochen 2009
21.11.2009 19:00:00

Der Auftritt auf dem Abschlussfest der Frankfurter Interkulturellen Wochen war für mich das Ende des SCD Bühnenmarathons in diesem Jahr. Wir hatten den letzten Programmpunkt und die Veranstaltung zog sich dann doch in die Länge. Das konnten wir aber immerhin nutzen, um einmal einen stummen Durchlauf zu machen, denn diese Besetzung hatte so noch nicht getanzt. Zudem hatte sich Mattias am Vormittag verletzt und wurde teilweise durch Anselm ersetzt. Die Schotten kündigten sich schon während des Abend immer wieder mit ihrer Musik an, weil der Mensch, der den CD Wechsler bediente wohl nicht so ganz den Überblick hatte. Die Bühne war recht klein, daher mussten wir die Raumwege eng halten, es war aber mit den 9 Aktiven gerade machbar. Unser Auftritt bestand aus einer modifizierten Version des diesjährigen Museumsuferfest-Programms, und im Anschluss gab es zwei Mitmachtänze.

Viele Menschen auf engen Raum und die „Schweinegrippe“ geht in Deutschland um – zu Beginn des Abends starteten bei mir erste Symptome einer Erkältung. Am nächsten Tag war ich dann deshalb nicht bei den „Fugen und Celtic Brooch“ – ein tänzerischer Leckerbissen, aber die Gesundheit, auch die der Anderen, geht vor.



Tags: Tanz | Auftritt | SCD

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