Christian Griesbeck

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Tag: Gesellschaftstanz

Christian
1. Tanztag Rhein-Main 2012
12.05.2012 11:20:00

Der erste „Tanztag Rhein-Main“ bietet eine Menge verschiedener Möglichkeiten in Frankfurt und Umgebung tänzerisch in Bewegung zu kommen. Organisiert wird er von Tanzlabor_21, das sich eigentlich primär um den zeitgenössischen Tanz kümmert. Aber an diesem Tag gibt es nun einen bunten Mischmasch, einen kleinen Querschnitt durch die Tanzschulszene im Rhein-Main Gebiet – denn bereitgestellt werden all die kleinen Schnupperworkshops von den vielen lokalen Ballettschulen und einigen Tanzgruppen. So ist vom „Afrikanischen Tanz“ bis „Zumba®“ ein Großteil dessen vertreten, was aktuell in diesen Schulen unterrichtet wird. Hätte ich früh genug von dem Tanztag erfahren, hätte ich vermutlich sogar ganz unzeitgemäß mit einem Schnupperworkshop für „Barocktanz“ beigetragen, so bin ich dieses Jahr nur Teilnehmer.
 
Als erstes hat man die Qual der Wahl, was man denn machen möchte – und kann, denn das Angebot ist für mich quer über Frankfurt verteilt, und viel Zeit geht dabei verloren, von Location zu Location zu kommen. Besser wäre es natürlich, wenn ein Großteil der Veranstaltungen an einem zentralen Ort mit vielen Hallen, wie z. B. dem Zentrum für Hochschulsport gebündelt wäre. So habe ich zunächst den Plan gewälzt, versucht einen Zeitplan zu machen, und bin dann zu der Erkenntnis gelangt – am Besten ist, spontan zu schauen was sich verbinden lässt. Ich starte schon mal später als geplant, so fahre ich nicht nach Sachsenhausen zum Ballett, sondern ziehe erst einmal zur Musikhochschule – dort gibt es vom Masterstudiengang für Zeitgenössische Tanzpädagogik im 20 Minuten Rhythmus unter dem Titel „Shorter than Tanzsprint“ verschiedene Workshops. Der erste Workshop, den ich erwische heißt „Moving into Ballet“ – also doch noch etwas Ballett am Morgen. Der nächste Workshop, den ich noch aus der Reihe mitmache, heißt „Crawling up“ und ist auch zugleich für mich der anstrengendste des Tages. Gekrabbelt haben wir alle – es ist wirklich überraschend, wie viel Körpereinsatz dafür notwendig ist – gekrabbelt wird hier natürlich mit Bewegungskonzepten und nicht einfach so. Selbstverständlich wird die angesetzte Zeit überzogen, so dass ich auch meinen Zeitplan umschmeiße, was ist als nächstes zu erreichen? Mit etwas Pause kann ich zum „Zeitgenössischer Tanz“ gehen, am Südbahnhof. Aber die Dame schickt alle Interessierten wieder weg – offensichtlich nicht ihre Zielgruppe (keine kleinen Mädchen), und der Workshop fällt aus. Ich verliere durch sie jedenfalls eine Stunde, disponiere wieder um, als nächstes ist nun spontan „Flamenco“ am Zoo an der Reihe. Ich hätte sogar Flamencostiefel gehabt, wenn das eingeplant gewesen wäre, aber die hätte ich in dem Studio wegen dem Boden und den Nachbarn ohnehin nicht benutzen dürfen. Weiter geht es, nach einem Zwischenstop zu Hause, im Gallusviertel mit „Insight to Forsythe“ – ein paar Konzepte seiner Improvisationstechnik kenne ich ja bereits, so dass ich hier nicht viel Neues erfahre. Es ist jedenfalls von den Workshops, die ich heute besuche, der bestfrequentierteste – sogar einige Männer haben sich eingefunden. Eigentlich war es das schon für mich, mit dem was ich an Workshops zeitlich erreichen konnte. Der „Bauchtanz“ später ist diskriminierenderweise mal wieder nur für Frauen ausgeschrieben – Männer sind da ja offensichtlich eh nur Spanner. Aber jetzt im Anschluss ist noch „HipHop/Streetjazz“ hier im Studio, zu dem auch die Männer freundlich eingeladen werden. Ich mache also spontan noch etwas mit, aber nach rund hundert Sit-ups als Warm-up und zu vielen Seitwärtsbewegungen, die auf dem harten Boden voll auf die Knie gehen, breche ich auf – ausnahmsweise mal ein Tanz, der so nichts für mich ist.

Am Abend ist als Abschluss noch ein großes Tanzfest in der Union Halle. Es gibt Tanzmusik, zu der alle die üblichen Freiformzappelbewegungen machen – klassischer Gesellschaftspaartanz kam in Frankfurt ja auch schon tagsüber nicht vor – schade eigentlich, dass diese Kulturtechnik wohl verloren geht. Zwischendurch gibt es an diesem Abend noch ein angeleitetes Potpourri verschiedener Tänze zum Mitmachen für alle – einen Moldawischen Diskotanz, einen Scottish Country Dance, Hiphop, einen Griechischen Tanz, einen Line-dance und Swing. Insgesamt eine schöne Veranstaltung, die hoffentlich wiederholt wird – schade halt, dass sie nicht an einem zentralen Ort stattgefunden hat.



Tags: Tanz | Workshop | Ballett | Gesellschaftstanz

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Christian
Auftritt beim Ball der Tanzschule Stroh in Darmstadt
13.03.2010 19:00:00

Mein erster Auftritt in diesem Jahr ist am 13.03.2010 mit dem HTK Bensheim auf dem Ball der Tanzschule Stroh in Darmstadt. Wir tanzen Tänze aus dem Rokoko und sind Teil des tollen Unterhaltungsprogramms, das die Tanzschule auf die Beine gestellt hat. Gut, vielleicht war die Vorstellung unserer Kostüme mal wieder zu lang, aber wir haben gut getanzt, schade wir hätten noch einen weiteren Tanz in Petto gehabt – den schönsten des Abends.

Im Anschluss dürfen wir auf dem Ball bleiben und ich habe mal wieder Gelegenheit, meinen Smoking zu tragen. Ich bin damit zwar etwas overdressed, aber nein – die anderen Herren sind einfach underdressed – auf einem Ball sollte man schon einen Smoking tragen. Verdammt, ich habe schon wieder so viel von den Figuren im Gesellschaftstanz vergessen, auch das sollte man regelmäßig üben.



Tags: Tanz | Auftritt | Rokoko | Ball | Gesellschaftstanz

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