Christian Griesbeck

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Christian



SCD Workshop Fugen und Co.
18.05.2013 14:00:00

Der Frankfurt Scottish Country Dance Club veranstaltet hin und wieder Workshops im Haus der Jugend, diesmal ist das Thema „Fugen und Co.“ für fortgeschrittene Tänzer. Ich bin etwas zu spät und schaue so beim ersten Tanz „Tiraluin“ nur noch zu, aber der war ohnehin als leichtester Tanz des Nachmittags mehr oder weniger zum Aufwärmen gedacht. Der zweite Tanz „Hi Kiwi!“ erinnert uns daran, dass es inzwischen Tänzer aus dem Frankfurter SCD Club sogar bis nach Neuseeland verschlagen hat. Bei „The Lincoln Reel” haben leider einige Probleme mit den Bodenwegen. Probleme mit dem obligatorischen Kaffee und Kuchen in der Pause hat hingegen das Haus der Jugend – man hatte uns schlichtweg vergessen und so werden wir dafür in der Cafeteria einquartiert und genießen hier frisch bereiteten Kaffee. Weiter geht es mit „The Marquis of Huntly’s Farewell”. Ungünstig ist, dass die meisten Tänze des Nachmittags für eine feste Anzahl von Paaren sind, so muss ich bei „The Young Pretender“, der für sechs Paare gedacht ist, aussetzen. Es gibt zwar meist eine zweite Runde zum Einwechseln, aber beim Zuschauen habe ich gesehen, dass der Tanz ohne ihn zumindest einmal durchgelaufen zu sein kaum machbar ist, also passe ich – schade, denn es ist wirklich ein sehr attraktiver Tanz. Der Nachmittag schließt mit „Lock Doon Castle“. Insgesamt fand ich die Tänze nicht so schwer, es gab jedenfalls keine komplizierten Figuren, die man hätte beherrschen müssen. Selbstverständlich muss man aufmerksam und präzise miteinander tanzen und seinen Einsatz nicht verpassen – aber das sollte ja ohnehin immer der Fall sein.



Tags: Tanz | Workshop | SCD

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Workshop Barocke Tänze in Dortmund
09.05.2013 09:30:00

Die letzten Jahre war ich ja immer zum Novemberwochenende mit Philippa Waite in Dortmund, nun schaffe ich es endlich auch mal zum zweiten, etwas längeren Workshop mit ihr zu kommen, den die Dortmunder Gruppe La Riverenza anbietet. Diesmal ist er allerdings nur drei statt der sonst üblichen vier Tage lang, weil die Gruppe mitten in den Auftrittvorbereitungen für ein Programm mit von Philippa choreographierten Tänzen aus der „The Fairy Queen“ steckt und am Sonntag einen Probentermin angesetzt ist. Auch auf dem Programm des Workshops stehen naheliegenderweise die Tänze aus „The Fairy Queen“, was fehlt sind leider einige Mitglieder der Gruppe, die so die beste Gelegenheit verpassen, alles noch einmal aus erster Hand gründlich zu lernen. Einen großen Teil der Tänze wie „Dance for the Green Man“ kenne ich bereits aus dem Workshop letztes Jahr im November, neu ist das „Rondeau Minuet“. Toll ist, wie die externen Workshopteilnehmer in die Sets integriert werden, da wird kein Unterschied gemacht, ob jemand bei der Aufführung in ein paar Tagen dabei ist oder nicht – das hat man selten. In den Pausen werden noch Kostüme anprobiert, im Internet wird nach weiteren Accessoires für die Aufführung gefahndet und auch einige Tänze in kleinerer Besetzung wie „Dance for the Haymakers“ werden von ein paar Gruppenmitgliedern mit Philippa geprobt. Bleibt nur der Gruppe einen erfolgreichen Probensonntag zu wünschen und eine schöne Aufführung – Tanzen mit einem Liveorchester ist ja immer etwas ganz besonderes.



Tags: Tanz | Workshop | Barock

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2. Tanztag Rhein Main
27.04.2013 11:00:00

Der Tanztag Rhein Main benötigt aufgrund der Vielzahl der Angebote etwas an Planung, wenn man davon ein möglichst breites Spektrum wahrnehmen möchte – ich hatte diesmal sogar verschiedene Szenarien durchgeplant: Soll ich „den Zauber des klassischen Tanzes“ als schönen „Starter“ in den Tag einplanen? Soll ich nur im Mousonturm bleiben, in dem vieles parallel angeboten wird? Oder durch die Gegend fahren und so Zeit verlieren, aber mehr neues kennen lernen? Ich habe mich dann für letzteres entscheiden. Los geht es als Auszug aus dem VHS-Programm mit etwas, was ich noch nicht selbst gemacht habe: dem „Bollywood-Tanz“. Es geht allerdings nicht sofort los, weil die Dozentin erst mal im Verkehr stecken geblieben ist. Als Showtanzform bedient sich der „Bollywood-Tanz“ aus einer bunten Mischung verschiedener Stile, wer mag kann hier z.B. Elemente des klassisch indischen Tanzes, des Bauchtanzes, oder des Jazztanzes entdecken. Das Eigenständige an dieser Tanzform sind vielleicht die verwendeten Bewegungsrepetitionen. Eine tiefe tradierte Bedeutung haben die Gesten hier nicht, es ist eher eine Form von einfacher Ausdrucksgestik: „Schau, habe ich nicht schöne Augen, und sieh meine schlanke Taille...“ Auf jeden Fall ist es eine witzige Tanzform und der Workshop macht Spaß. Weiter geht es im Mousonturm mit „Afrikanischer »moderner« und traditioneller Tanz“. Aha, die Schritte des ersten modernen afrikanischen Tanzes kommen mir bekannt vor – hierzulande nennt man das Diskofox, allerdings ist es eine Linedancevariante davon. Das tanzt man also heute in Afrikas Diskos, aber wir lernen ja noch andere moderne afrikanische Tänze und traditionellere Formen kennen. Der Dozent nutzt dabei auch afrikanische Trommeln, aber leider nicht die Gelegenheit, etwas tiefer in die Tanzgeschichtsvermittlung zu gehen – schade, mich hätte es jedenfalls interessiert. Nach einer kleinen Mittagspause geht es für mich bei OT pur mit „Bauchtanz für Einsteiger“ weiter. Hier sind ausnahmsweise auch mal Männer willkommen, die orientalischen Tanz ausprobieren wollen. Schon schlimm, dass an einigen Orten (z.B. beim „Orientalischen Tanz“ im Zentrum für Hochschulsport der Uni-Frankfurt oder beim „Ballett“ in der VHS-Frankfurt) die ohnehin wenigen Männer die Tanz betreiben möchten ausgeschlossen werden. Bei Frauen gäbe es im analogen Fall sofort einen Aufschrei – aber Männern wird erst mal unterstellt, dass sie eh nur zum Gaffen kommen wollen. So komme ich hier zu meiner ersten Bauchtanzstunde, etwas mehr Beweglichkeit in den Hüften kann ja auch Männern nicht schaden. Also übe ich mich im Isolieren, Kreisen und Verschieben von Becken und Schulterpartie. Für die Beckenbewegung hat die Dozentin sogar eine „Männermetapher“ – erst nimmt die Baggerschaufel den Sand auf, kippt nach hinten um ihn zu transportieren, fährt nach vorne und kippt nach vorne um ihn abzulanden. Gut, beim Bauchtanz geht es, wie ich erfahre auch um „Frauengespräche“, die braucht Mann natürlich nicht. Das erinnert mich nun an einen Spruch, den ich mal bei der Vorstellungsrunde in einem Ausdruckstanzworkshop gehört habe: „Ich habe nun Bauchtanz und Flamenco gemacht, und irgendwann habe ich mir gesagt – das kann doch noch nicht alles gewesen sein.“ – Ja die Welt ist voller toller verschiedener Tanzformen, man muss nur neugierig sein. Weiter geht es für mich (diesmal als Zuschauer, da ich leider nicht mit einem Schnippen der Finger durch Frankfurt komme) im Mousonturm mit „Dance Basics »Performance«“ – O.K. irgendwas wesentliches habe ich hier für die Aufführungspraxis nicht wirklich dazugelernt, dabei gibt es doch so viel, was man beachten und vermitteln könnte. Der Abschluss des Workshopprogramms bildet dann für mich am gleichen Ort „Modern Dance (Limón-Technik)“. Auch hier verspätet sich der Dozent, vermutlich ist er im Copyshop hängen geblieben, denn er verteilt an uns (gefühlt) Tausende von Flyern für sein Unterrichtsangebot in Frankfurt, die wir dann weiterverteilen sollen – aha. Über die Grundlagen der „Limón-Technik“ erfahren wir hier leider nichts, es ist einfach ein beliebiger Modern Dance Workshop mit einem Technikmix, und nach etwas Aufwärmen wird eine Sequenz eingeübt, die auch nicht zwingend etwas mit Limóns Tanzstil zu tun hat. Am Abend gibt es dann, wie im letzten Jahr, ein Tanzfest mit einer Mischung aus Disko und Mitmachtänzen aus den unterschiedlichen Tanzangeboten des Tages. Diesmal wurde der große Saal des Mousonturms zum Tanzpalast umfunktioniert. Dabei wird zum Mitmachen vergleichsweise exotisches wie Bolivianischer Tanz, Aufpuschendes wie Hip-Hop, aber auch Altbewährtes aus dem letzten Jahr wie SCD und Folklore angeboten. Und wie im letzten Jahr finden hier einige Dozenten nicht das rechte Maß, überziehen ihre 10 bis 15 Minuten gnadenlos um eine halbe Stunde und machen noch einen Tanz und noch einen Tanz und noch einen Tanz – für mich dann leider ein Grund, vorzeitig Feierabend zu machen.



Tags: Tanz | Workshop

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FSCDC 45th Frankfurt Spring Ball with Day School
20.04.2013 10:00:00

Der Spring Ball des Frankfurt Scottish Country Dance Club feiert ein halbrundes Jubiläum – er findet zum 45sten mal statt und der Club selber besteht nun sogar bereits seit stolzen fünfzig Jahren. Zum ersten mal wird der Ball mit einer Day School kombiniert, die Daphne abhält. Auch wenn die Day School für „intermediate and above“ ausgeschrieben ist, geht es hier vor allem um Basics – sauber, exakt und schön tanzen – Technik, Zeiteinteilung und „Partnering“ sind die Hauptthemen, die man immer verbessern kann. Am Nachmittag gibt es dann das von Dagmar angeleitete übliche Walk-Through durch einige ausgewählte Tänze des Abends. Und um 19 Uhr beginnt der Ball. Zum 40. Ball gab es noch eine Tombola und das inzwischen weltweit verbreitete FSCDC-T-Shirt, so wird der Club nun zu seinem 50sten mit einem Poloshirt gediegener: „50 years – and still reeling“ ist auf diesen dezent eingestickt. Für die Livemusik sorgen (wie eigentlich immer) Christine (fiddle) und Anselm (piano) nebst Gästen. Als MCs fungieren diesmal Dagmar und Johanna. Ich tanze fast alle Tänze des Abends, sogar die Jubiläums-Pausenzugabe, die ich ohne die notwendige Übung nicht unbedingt gebraucht hätte – aber das Set muss ja zustande kommen. Als einzigen Balltanz lasse ich „The Golden Snitch“ aus – hier braucht man wirklich einen Partner und ein Set das präsent ist und den Tanz beherrscht, um ihn mit echtem Vergnügen zu Tanzen – beides ist in dem Moment nicht in Sicht, so schaue ich halt mit Vergnügen zu. Es ist wieder mal ein schöner Ball, wenn auch ein langer Abend, denn die Day School ab dem frühen Morgen hat schon einiges an Kraft und Aufmerksamkeit in Anspruch genommen.



Tags: Tanz | Ball | SCD | Workshop

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Grieg Tschaikowsky Nielsen - Konzert des hr-Sinfonieorchesters
19.04.2013 19:00:00

Mit diesem Konzert schließen Paavo Järvi und das hr-Sinfonieorchester ihren Zyklus mit den Symphonien von Carl Nielsen ab, aber der erste Teil des Abends wird zunächst mit Edvard Griegs eher selten gespielten Norwegischen Tänzen op. 35 eröffnet. Darüber warum das Werk keinen Einzug in die „häufig gespielteren Stücke“ gehalten hat kann man nur spekulieren – ist die Instrumentierung von Hans Sitt zu dünn? Oder sind die Tänze für unsere Ohren nicht tänzerisch genug? Weiter geht es dann mit einem vielgespielten Stück – Peter Tschaikowskys Violinkonzert D-Dur Op. 35 – warum es öfters in Konzerten auftaucht? Vermutlich weil die Solisten (hier Janine Jansen) wirklich etwas von ihrem Können präsentieren dürfen, musikalisch finde ich das Werk zwar eingängig, aber eher langweilig. Über die Zugabe rätseln wir ein wenig – wird es der verworfene Mittelsatz, der als „Méditation für Klavier und Violine“ in op. 42 erhalten ist, werden? – nahe dran, es ist „Mélodie“ aus dem gleichen Opus in einer Orchesterfassung von Glazunov.  Nach der Pause ist dann Nielsens 4. Sinfonie mit dem Beinahmen „Das Unauslöschliche“ an der Reihe. Es ist wohl seine am häufigsten gespielte Sinfonie, und wohl nicht ohne Grund – denn mit einmal hören ist es bei der Vielzahl der Einfälle, die er hier verarbeitet hat, nicht getan. Bekannt ist wohl vor allem das Paukenduell im vierten Satz, doch unter Paavo Järvi bleiben die Perkussionisten doch recht zahm. Schön, das Carl Nielsen in den letzten Jahren quasi wiederentdeckt wurde.



Tags: Zuschauer | Konzert

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Barocktanzworkshop und Aufführung in der Musikhochschule 2013
12.04.2013 14:00:00

Der alljährlichen Barocktanzworkshop in der Frankfurter Musikhochschule mit Niels Badenhop als Dozenten ist bereits eine Tradition. Er richtet sich primär an Musiker, die ihre barocke Musikpraxis mit den dazugehörigen Tanzbewegungen verbinden wollen, um so die Musik einmal anders zu spüren. Hat man die Grundlagen des Barocktanzes gelernt, fühlt sich die Musik plötzlich völlig neu an und man merkt, dass die ganze barocke Musik von Tanz durchdrungen ist. Der Workshop beginnt für alle am Freitagmittag mit etwas Theorie zum Barocktanz, Aufwärmübungen und den ersten Tanzschritten. Am Montagabend endet er dann für alle, die möchten, mit einer öffentlichen Schlussaufführung, dem „Abschlussball“. In diesem Jahr hat Niels als Musik von Johann Caspar Ferdinand Fischer die erste Suite aus „Le Journal du Printemps“ ausgewählt und mit eigenen Choreographien versehen. Auch wenn wir technisch schon fast alles kennen, etwas neues findet sich in jedem Workshop. Diesmal hat er für uns auf ein Stück der Suite – Air de Combattans – einen Charaktertanz für ein streitendes Solopaar choreographiert und wir lernen ihn im Anschluss an die regulären Blöcke quasi im Privatunterricht. Da die Zeit und unsere Aufnahmefähigkeit beschränkt ist, beschließen wir am zweiten Abend nach dem Workshop den Tanz aufzuschreiben, um ihn so noch einmal anders durchzuarbeiten. Das ist mein erster Tanz, den ich in Beauchamp–Feuillet Notation aufzeichne – was erstaunlich gut geht – vier Seiten mit 43 Takten sind in rund anderthalb Stunden notiert. Bis zu einer ästhetisch ansprechenden und korrekten Notation braucht es natürlich mehrere Schritte. Aber selber einen komplexeren Tanz zu notieren ist eine gute Übung, um auch all die Fehler zu verstehen, die in Notaten auftauchen können. Nach den drei Tagen Workshop zeigen dann die Teilnehmer in der Abschlussaufführung, was sie gelernt haben. Unterstützt werden sie dabei von den Musikern der HIP-Abteilung. Tanzen mit Livemusik ist natürlich immer etwas besonderes, sowohl für die Tänzer als auch für die Musiker. Niels gestaltet die Aufführungen jedes Mal etwas anders – diesmal steht der Ablauf eines Barocktanzworkshops im Mittelpunkt. Dabei tanzt er auch zwei Solotänze, so dass das Publikum auch einen Eindruck davon bekommt, wie Barocktanz mit vielen Jahren Praxis aussehen kann.



Tags: Workshop | Auftritt | Tanz | Barock

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Barocktanzworkshop in Ludwigsburg - Chaconne - The Favorite
23.03.2013 09:30:00

Auf die Workshops mit Kaj Sylegård freue ich mich immer besonders, es ist schon allein ein Vergnügen, ihn mit dieser Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit barocke Tänze tanzen zu sehen. Diesmal steht in Ludwigsburg-Hoheneck die Chaconne „The Favorite“ auf dem Programm. Eigentlich besteht „The Favorite“ des englischen Choreographen Isaac aus einer Chaconne und einer Bourrée, aber an diesem Wochenende werden wir uns nur mit den 64 Takten des Chaconneteils befassen, was schon mehr als genug ist – wobei Kaj auf die Verzierungen der Herren in diesem Tanz verzichtet und die Sache so noch geringfügig vereinfacht. John Weaver hat die Choreographie in eine wunderbar klare und sehr ästhetische Notation gestochen und 1706 erstmals veröffentlicht. Die dazugehörige Originalmusik von John Paisible wurde bereits 1688 (oder früher) in einer Sammlung mit einem dazugehörigen Basslauf veröffentlicht, was darauf hindeutet, dass auch die Choreographie bereits früher entstanden ist. Leider existiert von der Musik wohl noch keine Einspielung, und weil wir justament kein Barockorchester zur Hand haben müssen wir uns im Workshop mit anderer Musik aus der Konserve begnügen. Bei den Aufwärmübungen kommen einige bereits schon beim bloßen Nachdenken über die geforderte Arm-Bein-Kopf-Koordination ins Schwitzen. Dann geht es am Samstag an die ersten beiden Seiten, wobei gleich die passenden Armen mit einstudiert werden – ein Faktor, der in vielen Workshops leider erst zum Schluss hinzugefügt wird und dabei dann meist viel zu kurz kommt – aber der Workshop war ja auch für Barocktanzerfahrene ausgeschrieben. Zum Übernachten haben wir uns zur Abwechselung diesmal den Krauthof ausgesucht, das hat den Vorteil, dass man nach dem traditionellen Abendessen, das auch üblicherweise dort stattfindet, einfach nach oben verschwinden kann. Leider hat unser Zimmer im zweiten Stock wohl eine Schallbrücke zum Keller, aus dem bis halb Zwei morgens das „Bum-Bum“ einer Hochzeitsgesellschaft dringt. Am Sonntag geht es dann nach einer Wiederholung an Seite Drei der Choreographie, auf die Weaver noch einmal genau so viele Takte wie auf die ersten beiden Seiten gequetscht hat. Es ist schön, am Ende des Workshops alle mit glücklichen Gesichtern tanzen zu sehen und „The Favorite“ ist eine wunderbare Choreographie. Nun noch weitere zwei Tage für die Bourrée und das Feilen an den Details zu haben wäre super, aber das Wochenende ist schon wieder vorbei.



Tags: Tanz | Workshop | Barock

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Day School - English and American Contra Dance in Sindlingen 2013
09.03.2013 10:00:00

Es ist bereits fast schon eine gute alte Tradition, dass es einmal in Jahr eine interne Day School und ein abendliches Social zum Thema „English and American Contra Dance“ gibt. Dave hat es wie immer organisiert, Ulrike unterrichtet es wie immer und auch unsere beiden Musiker sind wieder mit von der Partie. Eigentlich wollte ich in Begleitung von zwei Damen erscheinen, aber beide sind kurzfristig erkrankt, so dass ich diesmal leider Solo in Sindlingen erscheinen muss, aber das ist ja bei Contratänzen nicht schlimm, da ist ohnehin (spätestens) nach jedem Tanz Partnerwechsel angesagt. Die Teilnehmer kommen überwiegend aus dem Kreis der Frankfurter und Darmstädter Schottentanzgruppe, dennoch bereiten die Englischen Tänze manchmal einige Konfusionen. Es gibt wieder eine bunte Mischung der ganzen Bandbreite, von Klassikern aus den Zeiten Playfords bis zu modernen Contra Dances. Wobei nicht nur Gassentänze getanzt werden, Playford kannte auch Rounds und Squares und heutzutage sind die „Mixer“ beliebt, in denen ein ständiger Partnerwechsel im Kreis Programm ist. Eva fragt mich, mit welchen Schritten die Playford Tänze eigentlich damals getanzt wurden – die Antwort muss ich schuldig bleiben, denn so genau wissen wir das für England im 17ten Jahrhundert leider nicht. Playfords Angaben auf der ersten Seite des „English Dancing Master“ von 1651 ist nicht allzu aufschlussreich – allerdings ist der übliche „Schluckauf“-Schritt, der gerne verwendet wird, wohl genau so falsch wie ein moderner pas-de-basque als Setingschritt. Die Engländer verwendeten wohl je nach Geschmack und Können recht unterschiedliche Schritte, bis im 18ten Jahrhundert die französische Tanztechnik auch dort an Einfluss gewann. Im Laufe des Tages merke ich, das bei mir zunehmend eine Erkältung Oberhand gewinnt, so dass, trotz mitgebrachten neuen Frack, ich diesmal auf das abendliche Social verzichten muss, aber auch nächstes Jahr wird es sicherlich an gleichem Ort Gelegenheit geben, ihn zu tragen.



Tags: Tanz | Workshop | Playford

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Tanzfest des HTK Bensheim
02.03.2013 17:00:00

Früher gab es wohl mehr von diesen kleinen spontanen internen Tanzfesten beim HTK, man kam im Gymnastikraum zusammen, jeder brachte etwas zu essen mit, die Musiker spielten und alle tanzten die bekanten Tänze. Mit der wachsenden Größe des Vereins ist das schon schwieriger geworden, durch die unterschiedlichen Gruppen und das breitere Repertoire beherrscht nicht mehr jeder alle Tänze, und auch die Musiker haben ihren spezifischen Schwerpunkt. Längst reicht der Platz im Gymnastikraum nicht mehr aus, so dass die mögliche Spontanität recht eingeschränkt ist und auch das Dorfgemeinschaftshaus ist beim Tanzfest nun recht gut gefüllt. Die Idee des Abends war – jeder zieht sein Lieblingskostüm an, und jede Stunde wechselt das Programm von der Bäuerlichen Renaissance, über die Höfische Renaissance, zum Barock und Rokoko und schließlich zur Biedermeierzeit, mit der der Verein vor vielen Jahren einmal gegründet wurde. Für uns ist es die Gelegenheit, in Bensheim einmal unsere „Jane Austen“ Kostüme zu tragen. Mein neuer Frack hängt schon längere Zeit fast fertig am Bügel, nun nähe ich in der Nacht zuvor schnell noch die fehlenden Knopflöcher und die Knöpfe an. Der Frack löst dann auch bei den ganz jungen Damen des HTK eine besondere Bewunderung aus. Dass der sture Wechsel des Programms in Stundentakt wohl nicht klappen wird, hatte ich mir schon zuvor gedacht und der Abend bleibt im wesentlichen in der Renaissance hängen, in der die einzelnen Gruppen die größte Schnittmenge haben und für die in nächster Zeit auch Auftritte anstehen. Erst im Endspurt kommt des Abends dann das 18te und 19te Jahrhundert noch mit einer Hand voll Tänzen zum Zuge. Aber es ist natürlich immer schön, wenn mal alle aus dem Tanzkreis zusammen kommen, und es gibt dann ja auch immer ein leckeres Büfett. Jeder sollte etwas mitbringen, und das sind dann so viele verschiedene Speisen, dass ich es beim besten Willen nicht schaffe, eine Kostprobe aller Köstlichkeiten auf meinem Teller unterzubringen.



Tags: Tanz | Ball | Renaissance | Barock | Empire | Biedermeier

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9th FSCDC/RSCDS Central Germany Branch Tea Dance
20.01.2013 14:30:00

Am Anfang jeden Jahres organisiert der FSCDC für die Central Germany Branch der RSCDS einen Workshop auf intermediate Level – den „Tea Dance“. Zum ersten mal war das Event „ausgebucht“, aber durch den neuerlichen Wintereinbruch und eine Erkältungswelle ist der große Saal im Haus der Jugend, mit rund 40 erschienenen Teilnehmern, dann doch nur gut gefüllt, aber nicht überfüllt. Unter den Teilnehmern viele, die nicht mehr regelmäßig zum FSCDC kommen können und die Gelegenheit nutzen, wieder mal hier zu tanzen. Der „Tea Dance“ ist schon der Neunte seiner Art – „The same procedure as last year? - The same procedure as every year“ könnte man meinen, aber jeder Tea Dance ist durch das gesetzte Thema dann doch etwas anders. Diesmal hat er das Motto: »Der 90. Geburtstag – Wir feiern die Society«  und alle Tänze haben mehr oder weniger mit der RSCDS zu tun. So stehen vornehmlich Tänze auf dem Programm, die den Protagonisten der Society gewidmet sind. Aber auch der Ort, wo sich die Society angesiedelt hat, Institutionen wie der jährliche Sommerkurs Saint Andrews und das Jubiläum selbst wird mit Tänzen gewürdigt. Anspruchsvolle Figuren muss man diesmal nicht können – die schwierigste ist die Poussette, auch das Schrittmaterial ist, mit Ausnahme eines modifizierten Highland Setting Step in einem Tanz, den meisten geläufig, aber manchmal bereiten die Raumwege einigen Teilnehmern Kopfzerbrechen. Wieder mal ein schöner kleiner Workshop und nächstes Jahr feiert der „Tea Dance“ dann selber Jubiläum.



Tags: Tanz | Workshop | SCD

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