Christian Griesbeck

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Christian
Computerexperte gefragt
12.02.2011 15:00:00

Am 22.01.2011 war ich mit meinem Vater einkaufen – er wollte endlich mal einen neuen Computer, Ersatz für seinen uralten Aldi-PC. Ein Computer war beim lokalen Saturn schnell gefunden, es sollte etwas Einfaches sein, dafür ein großer Monitor, die Augen werden ja nicht besser. Und er wollte endlich schnelles Internet – der Tarifvergleich nahm Stunden in Anspruch, der Teufel steckt im Detail! Zu meiner Überraschung sollte es ein „Sofort Start Tarif“ sein, auch gut. Alles vorhanden, alles eingerichtet, ich hätte meinem Vater aber vielleicht doch deutlich sagen sollen: „Nicht den Strom ausschalten, wenn da steht: bitte nicht Ausschalten – Updates werden installiert“. Der Computer hatte sich erst einmal die 40 Updates heruntergezogen, die Microsoft im letzten Jahr veröffentlicht hat und das Installieren beim Herunterfahren dauert und dauert. Das Ausschalten dabei hat ihn dann so zerschossen, dass nichts mehr zu reparieren war, alles noch einmal neu installieren. Glücklicherweise hatte ich sofort die Wiederherstellungs-DVDs gebrannt. Nur nach der Wiederherstellung war das Rotzding auf Englisch, wie schlampig kann ein Computerhersteller sein? Glücklicherweise habe ich ein Programm gefunden, dass die Sprache auch bei der Homeversion von Windows 7 ändern kann – ich hoffe mal, ich habe jetzt auf den Computer keine Spyware installiert.

Also Tipp an alle, die in die Verlegenheit kommen beim Computerkauf zu beraten, nicht vergessen zu erwähnen: „Wenn da Steht: bitte nicht ausschalten, heißt das: nicht ausschalten!“



Tags: Leben | Software

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Christian
Labans Choreographie ersteigert – Ein Fundstück
06.02.2011 22:12:27

Rudolf von Laban ist ja gewissermaßen so etwas wie mein „Alter Ego“. Endlich habe ich auch ein Exemplar von Labans Büchlein „Choreographie – Erstes Heft“ (1926) aus einer eBay Auktion in meine Tanzbuchsammlung aufnehmen können. Darin fand sich folgender Zettel, wohl eine kurze Rede vor einer Aufführung Ende der 1920er Jahre:

Über den Sinn des Bewegungschores
Der heutige Mensch, der im Zeitalter der Vermechanisierung lebt hat das Verlangen nach Körperbewegung; er sucht eine Befreiung von körperlichen und seelischen Hemmungen und Verkrampfungen die ihm der Bewegungschor bringen kann. Neben der gymnastischen Schulung wird das Hauptgewicht auf das chorische Bewegungsspiel gelegt. Das wesentliche dieses Laientanzes liegt im gemeinsamen Willen zu einem Bewegungserleben und in der Freude auf Zusammenspiel.
Der Gedanke unseres (gleich folgenden) Bewegungschores ist wohl auch der Gedanke eines Jeden von uns: „Durch Nacht zur Freiheit“ Diese Freiheit müssen wir uns aber erkämpfen. Und so sehen wir 2 Gruppen, die der Schwachen und die der Arbeitenden um die Erlösung ringen. Schwer ist dieser Kampf und fast scheinen wir Menschen zu erliegen. Nur die grösste Willenskraft und Einigkeit untereinander führen uns endlich zur Befreiung
Anne Arimout

Die Bewegungschöre waren eins von Labans tänzerischen Markenzeichen, wer nun Anne Arimout war habe ich bislang noch nicht herausgefunden.



Tags: eBay | Leben | Tanz | Bücher

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Christian
Kostüme im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg
10.12.2010 12:30:00

Nachdem ich die Kostüme in Ludwigsburg gesehen habe, wollte ich natürlich auch die Kostüme im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg sehen. Am 10.12.2010 bot sich die Gelegenheit dazu. Leider ist keins der berühmten Kostüme, die Janet Arnold in „Patterns of Fashion“ beschrieben hat, in der Ausstellung zu sehen. Dennoch stehen dort einige interessante Dinge und ich habe viele Details sehen können. Es wird Zeit, dass ich mal ein paar Originale in die Hand nehmen kann und untersuchen darf.



Tags: Kostüme

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Christian
Barockworkshop mit Philippa Waite in Dortmund
27.11.2010 10:00:00

Nun bin ich zum zweiten Mal für einen Barocktanz Wochenendworkshop mit Philippa Waite in Dortmund. Sie verbindet den Aufenthalt in Deutschland immer mit einem Besuch auf dem lokalen Weihnachtsmarkt, ich schaue ihn mir diesmal auch an – Fazit: Frankfurt hat deutlich mehr Flair. Der Workshop ist am 27./28.11.2010, dem letzten Novemberwochenende. Letztes Jahr war ich noch von der Grippe angeschlagen, diesmal sollte es eigentlich besser werden. Technik ist angesagt und sie beginnt sich langsam bei mir zu setzen. Irgendwie würde ich jetzt lieber an einem konkreten Tanz arbeiten oder mich im Lesen der Notation üben. Das Wochenende ist erschöpfend und alle sind am Ende irgendwie müde.



Tags: Tanz | Workshop | Barock

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Christian
Le Mariage de la Grosse Cathos mit Ken Pierce
29.10.2010 10:00:00

Vielleicht das historische Tanzhighlight des Jahres. Der Amerikaner Ken Pierce ist vom 29.10.-06.11.2010 in Bad Rappenau, um ein Kleinod zu vermitteln: die einzige fast vollständig in Tanznotation erhaltene Tanzmaskerade aus dem Barock „Le Mariage de la Grosse Cathos“. Choreographiert und niedergeschrieben in seiner eigenen Notation von Jean Favier l’Aîné (1648-1719?) und mit der dazu komponierten Musik von André Danican Philidor (ca. 1646-1730). Das Stück aus dem Jahr 1688 wurde vor einigen Jahren wiederentdeckt und die entscheidende Verbindung zwischen dem Stück und einem Artikel über Tanzschrift aus der Enzyklopädie hergestellt, in der verschiedene Systeme verglichen werden. Der Schlüssel passte und wir können das Stück fast vollständig rekonstruieren!

Die Maskerade gibt uns wichtigen Einblick in die barocke Gruppenchoreographie für Bühnentänzer. Die in Beauchamp-Feuillet Notation niedergeschriebenen Stücke sind fast ausschließlich Solo- und Paartänze, die sich an interessierte Laien richten, denn sie waren die Käufer der notierten Tänze. Hier ist das anders, wohl zu Demonstrationszwecken und als Probe für seine eigene Notation hat Favier ein abwechslungsreiches Stück für neun Tänzer niedergeschrieben. Zudem gibt es uns einen weiteren wichtigen Blick auf Timing und Technik des barocken Schrittrepertoires. Unter anderem ist ein recht sonderbarer Menuettschritt enthalten. War vielleicht der Menuettschritt, den der Sonnenkönig tanzte als er noch aktiver Tänzer war, völlig anders als der übliche „pas de menuet à deux mouvements“, den wir heute im historischen Tanz verwenden? Wenige Stellen in der Notation werfen Fragezeichen auf, dort wo Symbole verwendet werden, die in der Enzyklopädie nicht enthalten sind und dort, wo sie anders verwendet werden.

Als ich mich nach langem Zögern für den Workshop angemeldet hatte (es wurde zufällig ein Platz frei), war mir klar, dass ich der am wenigsten Erfahrene sein würde. Rund die Hälfte der Teilnehmer waren Profis mit langjähriger Erfahrung. Aber die Atmosphäre in der Gruppe war gut. Etwas unglücklich war die Vermittlung, ich hätte mir, nachdem wir einmal verstanden haben wie das System funktioniert, mehr direktes Rekonstruieren gewünscht. Stattdessen gab es viel Leerlauf, bei dem alle ihre Köpfe in die Notation steckten und sie lasen, wie ABC Schützen Wörter entzifferten. Mit mehr direkter Vermittlung und mehr Wiederholungen hätte sich der Tanz besser gesetzt und das Ergebnis wäre besser geworden. Aber wir haben es geschafft, in der recht kurzen Zeit das recht lange Stück rekonstruiert und einen guten Eindruck gewonnen. Schade ich würde das Stück gerne mal in einer Aufführung sehen, mit allem Drum und Dran.



Tags: Tanz | Workshop | Barock

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Christian
Tanzstunde bei Feuillet mit Kaj Sylegård
09.10.2010 10:00:00

Was im März nicht geklappt hat, gelang schließlich im Oktober – beim Barocktanz Workshop mit Kaj Sylegård in Ludwigsburg einen Platz zu ergattern. Das Thema war für mich, der ich irgendwann in die Lehrerrolle schlüpfen werde, ideal – „Eine Tanzstunde bei Feuillet“. Wie hätte sie wohl ausgesehen? Kaj ist wirklich ein toller Tänzer und Lehrer. Doch wie hätte sie ausgesehen die Stunde? Monsieur Feuillet tauchte leider nicht auf und Kaj musste raten, denn die Choreographie enthält zwar eine Systematik, aber keine Didaktik. Wie wurde damals gearbeitet? Gab es Übungssequenzen? Wurde isoliert gearbeitet oder immer am ganzen Tanz? Schade, einmal damals Mäuschen spielen dürfen, wäre ein Traum.



Tags: Tanz | Workshop | Barock

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Christian
Kostümausstellung in Ludwigsburg
08.10.2010 17:45:00

Ein langgehegter Wunsch ging in Erfüllung, die beeindruckende Kostümausstellung im Schloss Ludwigsburg zu sehen. Ja die Kostüme sind wirklich beeindruckend und all unsere Nasen kleben an den Scheiben. All die Details bewundern zu können, die Stoffe, die Handarbeit. Schade, dass es immer noch keinen Katalog von der Ausstellung gibt und Fotografieren verboten ist. Wie soll Fotografieren ohne Blitz schaden? – Klar der Schaden ist dann an den Verwertungsrechten, aber so haben die Kostüme einen beschränkten Nutzen. Eine digitale Aufbereitung im Internet wie z. B. beim Victoria und Albert Museum würde ich mir wünschen, damit kann man arbeiten.



Tags: Kostüme

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Christian
Highland Tanz-Nachmittag im Haus der Jugend
03.10.2010 15:00:00

Zu den Sommerferien 2010 hatte ich eigentlich beim FSCDC aufgehört mitzutanzen, damit ich mehr Spielraum für die Vorbereitung meiner Historischen Tanzgruppe in Frankfurt habe. Hin und wieder werde ich meine „Schotten“ natürlich mal besuchen, vielleicht auch auf dem einen oder anderen Ball mit dabei sein. Eins dieser „hin und wieder“ Events ist der Highland-Nachmittag im Haus der Jugend am 03.10.2010. Der Highland Workshop ist schon der dritte seiner Art. Nachdem der Raum gefunden und aufgeschlossen worden ist, erst mal eine Enttäuschung – ein kleiner Raum, PVC auf Beton – nicht gut zum Tanzen. Getanzt haben wir dennoch, diesmal SCD Tänze mit Highland Elementen und den Tanz „The Celtic Reel“ für zwei Damen und einen Herren – wobei angesichts des ausgewogenen Männer/Frauen Verhältnisses auch in manchen Gruppen zwei Herren und eine Dame tanzten.



Tags: Tanz | Workshop | SCD

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Christian
Oktoberball Tanz durch die Jahrhunderte in Schwalbach am Taunus
02.10.2010 18:00:00

Am 02.10.2010 veranstaltete der Historische Tanzkreis Schwalbach am Taunus im Bürgerhaus seinen ersten richtig großen Ball. Thema war „Tanz durch die Jahrhunderte“ mit bunt gemischten Kostümen der verschieden Epochen. Viele der Schwalbacher Gruppe hatten extra für den Abend neue Kostüme – der Standard hat sich deutlich gehoben.

Der erste Teil des Abends war dem Bereich der Renaissance und Playford-Tänzen gewidmet. Dann gab es ein leckeres Büffet, das von dem indischen Lokal im Haus stammte. Der zweite Teil des Abends war dem Bereich Barock bis 19tes Jahrhundert gewidmet. Irmgard, die Leiterin der Schwalbacher Gruppe, hatte sich für wenige Vorführtänze und viele Mitmachtänze entschieden, so konnte jeder an dem Abend viel tanzen.

Für mich war es auch ein kleiner Abschied, denn im Sommer hatte ich beim HTK Schwalbach aufgehört, um künftig mehr Zeit für die Gründung einer eigenen Gruppe in Frankfurt zu haben.



Tags: Tanz | Ball | Renaissance | Playford | Barock | Rokoko | Biedermeier

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Christian
20 Jahre Historischer Tanzkreis Bensheim
25.09.2010 19:00:00

Unter dem Motto "Musikalische und tänzerische Darbietungen von Renaissance bis Biedermeier" feierte der Historischer Tanzkreis Bensheim am 25.09.2010 mit einer großen Aufführung sein 20jähriges Bestehen. Und einige sind tatsächlich schon so lange beim Historischen Tanzen dort dabei.

Der erste Teil mit höfischen Tänzen der Renaissance, bei der ich mitgetanzt habe, wurde von der neuen Tanzkreis eigenen Renaissancemusikgruppe "Alta Mendozza" begleitet. Im zweiten Teil tanzte überwiegend die Kinder- und Jugendgruppe in den Bauernkostümen Renaissance- und Volkstänze, begleitet von der ebenfalls Tanzkreis eigenen Musikgruppe "Larus Ridibundus". Nach einer großen Pause, die alle Aktiven fürs Umziehen brauchten, folgte Teil Drei des Abends. Nun mit Tänzen aus Barock und Rokoko, bei denen ich wiederum mittanzte, diesmal allerdings mit Musik von der CD. Im letzten Teil gab es eine weitere Premiere: das eigens zusammengestellte Salonorchester der Musikakademie Darmstadt begleitete die Tänze des Biedermeier. Der schöne Abend klang mit einem Sektempfang und kaltem Büffet aus.



Tags: Tanz | Auftritt | Renaissance | Playford | Barock | Rokoko | Biedermeier

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